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Stand: 20.01.2017

Pressemitteilung

Mit der Gute-Laune-Beauftragten der Krise trotzen

Mutmachaktion: Mitarbeiter und Bewohner winken vom Balkon. Bewohner können ihren Angehörigen auch mal vom Balkon aus zuwinken, so kann man sich wenigstens sehen. Friederike Jung / Caritasverband für die Diözese Speyer

Wir lassen uns nicht unterkriegen. Diese Devise bestimmt derzeit das Leben im Kaiserslauterer Caritas-Altenzentrum St. Hedwig - und alle machen mit. Das Mitarbeiterteam, die Bewohnerinnen und Bewohner trotzen gemeinsam der Corona-Krise. Mit Geduld, Zuversicht und kreativen Mutmach-Aktionen.

Seit dem 16. März sind die Türen des Caritas-Altenzentrums (CAZ) auf dem Bännjerrück für die Öffentlichkeit - und damit auch für Angehörige der Bewohner - geschlossen. Damit das Corona-Virus draußen bleibt und jeder im Haus nach Kräften geschützt ist. Ein Ausnahmezustand, der allen einiges abverlangt. "Trotzdem wollen wir nicht den Kopf hängen lassen, sondern die Situation so positiv es geht hinnehmen und das Beste daraus machen", sagt die Einrichtungsleiterin Jutta Asal von Wuthenau. Dazu steuern die Mitarbeitenden und eine hauseigene Gute-Laune-Beauftragte einen entscheidenden Teil bei. Sie haben sich zusammen mit ihrer Chefin einiges einfallen lassen, um den Menschen im Haus die Zeit der Einschränkungen möglichst angenehm zu gestalten. "Sich über eine unbestimmte Dauer hinweg nicht mehr persönlich sehen zu können, ist für unsere Bewohnerinnen und Bewohner wie für ihre Angehörigen keine leichte Sache. Auch wenn sie hinter der Entscheidung stehen und sie für sehr vernünftig halten. Wir möchten beiden Seiten Mut machen und die Verbindung nach außen aufrechterhalten."

Pinnwand mit DurchhaltewünschenJeden Tag treffen Mutmach-Briefe im Altenzentrum ein, die an die Gute-Wünsche-Pinnwand geheftet werden. Friederike Jung / Caritasverband für die Diözese Speyer

Sichtbares Zeichen ist eine große Tafel, über und über voll mit Fotos, Briefen, Gedichten und Karten. Bunte Durchhaltewünsche als riesiges Echo auf den Rundruf, den die Einrichtungsleitung über die sozialen Medien gestartet hat, mit der Bitte, das Caritas-Altenzentrum auch aus der Ferne zu unterstützen. "Seither treffen jeden Tag neue Mutmach-Schreiben ein, die wir an die Pinnwand heften und unseren Bewohnern vorlesen. Natürlich können die Bewohner und ihre Angehörigen auch miteinander telefonieren, skypen oder sich mal vom Balkon aus zuwinken. So lässt sich die besuchsfreie Zeit leichter überstehen", sagt Asal von Wuthenau. Außerdem könne jeder gern auf der Facebook-Seite des Caritasverbands für die Diözese Speyer oder unter #Caritas Diözese Speyer sowie unter www.kirchen-kl.de nachschauen, was sich in St. Hedwig tut. Wer virtuell mit Mitarbeitenden in Kontakt treten möchte, müsse nur unter www.st-hedwig-cbs-speyer.de seine E-Mail-Daten oder seine Whatsapp-Nummer hinterlegen.

Seit dem 29.März gibt es jeden Morgen einen Hoffnungsimpuls aus der Kirche, der über den hauseigenen Kirchenkanal in die Zimmer übertragen wird. Daran könne sich jeder beteiligen, ob Mitarbeitende, Menschen der Gemeinden Heilig Kreuz und der Versöhnungskirche oder andere, denen es ein Anliegen ist, ein Signal der Hoffnung ins Altenzentrum zu senden. Werner Gehrlein, Diakon der Gemeinde Heilig Kreuz, habe dafür bereits erfolgreich die Werbetrommel gerührt. Unter dem Motto "Hoffnungsband" beteiligen sich neben den Ministranten der Pfarrei Heilig Geist auch andere nun an der Aktion und knüpfen "Hoffnungsbänder", um ein symbolisches Band der Zuversicht um alle zu winden.

Etliche Ehrenamtliche seien zudem bereit, in der Kirche Lesungen zu halten oder von dort Musik ins Haus zu schicken. "Wobei immer nur eine Person von außen die Kirche betreten darf und zwar durch den separaten Eingang, der unabhängig von unserer Einrichtung ist", erklärt die Einrichtungsleiterin, "denn die entsprechenden Schutzmaßnahmen werden bei uns selbstverständlich groß geschrieben und eingehalten. Daher sind überall im Haus Desinfektionsspender verteilt. Angebote, wie etwa das allseits beliebte Kraft- und Balancetraining, finden zwar weiterhin statt, aber die Wohnbereiche bleiben jetzt für sich und üben nicht mehr Wohngruppen übergreifend. In der Altenpflege ist eine sorgfältige Hygiene grundsätzlich oberstes Gebot, und die Pflegekräfte sind darin sehr geschult." Außerdem gebe es eine Hygienebeauftragte im Haus, die alles im Blick hat."Um ständig über Corona auf dem Laufenden zu sein, verfolgen wir jeden Tag die aktuellen Meldungen des Robert Koch Instituts und werden zusätzlich vom Krisenstab in der Speyerer Caritas-Zentrale mit den neusten Informationen versorgt."

Dem diesjährigen Caritas-Motto "Sei gut, Mensch!" gemäß werde das CAZ St. Hedwig alles für die ihm anvertrauten Menschen geben und mit ihnen zusammen durch die Zeit der großen Herausforderungen gehen. "Gemeinsam schaffen wir das", bekräftigt Jutta Asal von Wuthenau, "und mit Hoffnung und positivem Denken."

Text und Fotos: Friederike Jung für den Caritasverband für die Diözese Speyer

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