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Stand: 20.01.2017

Pressemitteilung

“Ich wünsche mir Rotwein, am liebsten halbtrocken“

Weihnachts-Wunschbaumaktion der Bundespolizei im Caritas-Altenzentrum St. Hedwig in KaiserslauternGuppenbild Polizei und Elli Demmerle mit BewohnerinnenFriederike Jung

Für die Bewohner und Bewohnerinnen des Caritas Altenzentrums St. Hedwig in Kaiserslautern gab es am 20. Dezember eine heimliche Überraschung. Eine vierköpfige Gesandtschaft der Bundespolizei spielte vorzeitiges Christkind und kam beladen mit Geschenken.

"Wir nehmen uns jedes Jahr zu Weihnachten eine Aktion vor, mit der wir anderen eine Freude machen können", sagt Ulf Birckner, stellvertretender Leiter der Kaiserslauterer Inspektion. "In diesem Jahr fiel die Wahl auf dieses Altenzentrum. Denn fast jeder hat einen Bezug zu einem Altenheim über jemandem aus seinem Umfeld. Außerdem treffen die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie so manchen der Senioren besonders hart." Gerade in der Weihnachtszeit sollte man füreinander einstehen und Freude vermitteln, findet er.

Weihnachts-Wunschbaumaktion der Bundespolizei im Caritas-Altenzentrum St. Hedwig in KaiserslauternGeschenk von Ulf Birckner für Bewohnerin Margarete VongerichtenFriederike Jung

"Mit der Idee einer Wunschbaumaktion ist die Bundespolizei auf uns zugekommen und wir sind natürlich sehr angetan davon und dankbar. Jeder unserer Bewohner durfte sich im finanziellen Rahmen von zehn bis 15 Euro etwas wünschen. Damit alles schön übersichtlich ist, haben wir für jeden unserer drei Wohnbereiche Brückenchaussee, Regenbogen und Sonnenallee Listen mit den Wünschen angelegt und sie an die Bundespolizei weitergeleitet", erklärt Kim Lara Smetan, Vertretung der Einrichtungsleiterin Jutta Asal von Wuthenau. 
"Wer selbst nicht mehr in der Lage ist, einen Wunsch zu äußern, für den haben wir uns anhand seiner Biografie etwas überlegt, was ihm gefallen könnte", ergänzt Elli Demmerle vom Sozialdienst.
Die über 60 Wünsche sind vielfältig und reichen von einem Schal über ein Nagelpflegeset, Pralinen, Duschgel und einem Regenschirm bis hin zu einem Friseurgutschein. Und alle wurden bedacht. "49 Mitarbeiter haben sich daran beteiligt", sagt Anne Venus von der Pressestelle der Bundespolizei. "Es hätten sogar noch mehr mitgemacht, aber da einige Kollegen gleich zwei Geschenke übernommen haben, war das gar nicht nötig." Jeder habe die Präsente selbst besorgt, aus eigner Tasche bezahlt und auch selbst eingepackt. 

Entsprechend bunt und individuell kommen die Gaben daher. Allerdings durften nur vier Angehörige des Heimbeirats einen Blick in die vollgepackten Kartons riskieren. 
"Das ist eine sehr schöne, herzliche Aktion", meint Bewohnerin Karin Krämer, die eine CD von Smokie auf den Wunschzettel gesetzt hat. "Die habe ich früher so gern gehört." 

"Dass die Polizei uns bedenkt, ist eine tolle Sache. Es zeigt, dass wir nicht vergessen sind", sagt Walter Krämer, ebenfalls Mitglied des Heimbeirats, wie auch der Vorsitzende Hartwig Busch und Margarete Vongerichten. Sie würde sich über eine Flasche Rotwein freuen, "am liebsten halbtrocken." Die Chancen, dass das Geschenk für sie ein Treffer ist, stehen außerordentlich gut. Allerdings ist noch etwas Geduld gefragt. Denn Bescherung gibt es erst bei der Weihnachtsfeier in den einzelnen Wohnbereichen. 

Deshalb dankte Kim Lara Smetan der Bundespolizei im Namen aller Bewohner und Bewohnerinnen "für die besondere Aktion, die Sie sich ausgedacht haben. Es ist ein schönes Zeichen, dass die Menschen, die hier wohnen, noch gesehen werden. Denn gerade in dieser Zeit sind leider nur wenige Außenkontakte möglich. Das ist besonders für diejenigen bedauerlich, die keine Angehörigen mehr haben oder deren Familie nicht kommen kann. Umso mehr freuen sie sich über die herzliche Geste von Ihnen." 

Text und Fotos: Friederike Jung für den Caritasverband für die Diözese Speyer




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