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Stand: 20.01.2017

Pressemitteilung

Caritas-Altenzentrum schließt Kooperationsvertrag

Todkranken Menschen und ihren Angehörigen beizustehen, sie zu trösten und zu begleiten - in dieser verantwortungsvollen Aufgabe wird das Caritas-Altenzentrum St. Hedwig Kaiserslautern  von dem Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst (AHPB) Westrich unterstützt. Am 29. Juni schlossen beide Parteien einen Kooperationsvertrag – als wichtigen Beitrag zum Wohle der Betroffenen.

Caritas-Altenzentrum St. Hedwig besiegelt Kooperation

„Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienste wurden gegründet, um schwerstkranken und sterbenden Menschen durch die Begleitung gut ausgebildeter Hospizhelfer ein Verbleiben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen“, erläuterte Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer, der Vorsitzende des Caritasverbandes für die Diözese Speyer, die ursprüngliche Idee. Mittlerweile nehme jedoch die Zahl der Menschen zu, für die das Seniorenheim zum Zuhause in der letzten Lebensphase wird. Ein Umstand, der den Gesetzgeber veranlasst habe, Heime als häuslichen Bereich anzuerkennen. „Damit auch den dort lebenden Menschen Rechnung getragen werden kann, bedarf es einer Zusammenarbeit mit den Hospiz- und Palliativberatungsdiensten“, so Hundemer. Wie diese auszusehen hat, definiert ein Kooperationsvertrag. Ihn haben nun das Caritas-Altenzentrum St. Hedwig und der Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst Westrich geschlossen und damit ein Miteinander offiziell definiert, das sich laut Heimleiterin Jutta Asal von Wuthenau bereits seit einiger Zeit bewährt.

„Wir haben 50 ehrenamtliche, zumeist weibliche, Hospizhelfer“, sagte Hospizkoordinatorin Ursula Zirkel. „Vier von ihnen begleiten derzeit jeweils einen Bewohner in St. Hedwig.“ Neben einer fundierten Qualifizierung müssen sie zwei wichtige Dinge mitbringen: Einfühlungsvermögen und möglichst viel Zeit. „Schließlich handelt es sich um schwerstkranke Menschen, die sich in einer außerordentlichen Situation befinden. Um ihnen gerecht zu werden, stellen wir den Hospizbegleitern die Biografie der Betroffenen zur Verfügung. So können sie individuell auf die Vorlieben und Bedürfnisse jedes Einzelnen eingehen“, so Asal von Wuthenau. „Wir versuchen, bedarfs- und situationsgerecht den Patienten das zu geben, was sie brauchen. Gespräche, Gebete, Nähe oder einfach nur das Gefühl, dass jemand bei ihnen ist. Die Schrittfolge, Inhalt und Tempo der Begleitung bestimmen ganz allein die Betroffenen“, erläuterte Ursula Zirkel. Doch auch den Angehörigen stehen die Hospizhelfer zur Seite mit Rat, Unterstützung und als Gesprächspartner, dem sie ihre Ängste und Sorgen anvertrauen können. Ebenso große Bedeutung kommt der Kooperation mit den Pflegekräften des Hauses zu. „Wir tauschen uns aus, treffen Absprachen und können uns aufeinander verlassen“, sagte Judith Schüppert. Als Mitarbeiterin der sozialen Betreuung in St. Hedwig ist sie Schnittstelle zwischen dem Caritas-Altenzentrum und dem AHPB.

Im Sinne einer ganzheitlichen Hilfe sei weiterhin ein gut funktionierendes Netzwerk unerlässlich. „Deshalb nehmen wir alle Beteiligten mit ins Boot, von den behandelnden Ärzten bis hin zu den Seelsorgern“, betonte Jutta Asal von Wuthenau. Die Unterstützung der ehrenamtlichen Hospizhelfer würdigte sie als „wertvolle Ergänzung unserer Arbeit. Sie ermöglichen schwerkranken und sterbenden Menschen ihre letzte Reise mit Würde und in einer vertrauten Umgebung anzutreten.“

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